Angewandte Mathematik in den Naturwissenschaften

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Die Entwicklung der Mathematik ist eng mit der der Naturwissenschaften verbunden. Beispielsweise wäre die Entwicklung der Analysis unter Leibniz und Newton undenkbar ohne die gleichzeitigen Fortschritte in den Naturwissenschaften, wie etwa der klassischen Mechanik.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es keine klare Trennung von Mathematikern und Naturwissenschaftlern: Newton, Leibniz oder auch Georg Simon Ohm waren „Universalgelehrte“, die neben Mathematik und Physik auch Philosophie studierten

In allen Naturwissenschaften stößt man auf mathematische Phänomene, die nicht alle auf den ersten Blick offensichtlich sind. So eignen sich etwa in der Botanik die berühmten Fibonacci-Zahlen zur Beschreibung der spiralförmigen Anordnung von Blättern um eine Sprossachse zur Optimierung des Lichteinfalls. Und zentrale Begriffe der Algebra und Geometrie bilden die Grundlage der kombinatorischen Chemie. Hier werden unter Verwendung mathematischer Modelle neue Strukturformeln für chemische Produkte in Medizin und Technik generiert und analysiert.
Die engste Beziehung besteht zwischen der Mathematik und der Physik, ist doch die Mathematik gleichsam die „Sprache, in der von der Physik die Naturgesetze übersetzt werden“.
Durch die zunehmend verfügbare Rechenleistung moderner Computer gewinnt dabei, neben der rein theoretischen Forschung, die Simulation physikalischer Vorgänge an Bedeutung. Das bedeutet, dass am Arbeitsmarkt zunehmend Generalisten gesucht werden, die nicht nur wie alle Mathematiker in der Lage sind, strukturiert und konzeptionell zu denken, sondern die auch auf die sich ständig weiterentwickelnde IT-Welt vorbereitet sind.

Angewandte Mathematik in den Naturwissenschaften an Bayerischen Hochschulen

Schwerpunkt dieser Studiengänge ist die mathematische Modellierung und Simulation naturwissenschaftlicher und technischer Prozesse.